Gaswerk Schutzgebiet Amur Leopard – aktuell

Leider ist der Bau des geplanten Gaswerks in der Region des Schutzgebietes für den Amur Leopard noch nicht vom Tisch. Es geht in die nächste Runde, jetzt gab es kürzlich eine Anhörung zu diesem unerfreulichen Thema:

„Anhörung zum Bau des Wladiwostok LNG-Werks (verflüssigtes Gas) in der Bucht Perewoznaja (im Amurskij Meerbusen des Japanischen Meeres) 4. Juli 2014, nahe des Schutzgebietes für Amur Leopard und Amur Tiger:

Anhörung-Diskussion

Öffentliche Anhörung

Die Verwaltung der Khasanskij Region tritt aktiv für den Bau des Wladiwostok LNG-Werks ein und überzeugt die Bevölkerung davon, dass dieses Werk keinen Umweltschaden bedeutet und sagt, dass  LNG-Werk wird dem Nutzen des Gebietes dienen.
Die Leitung des Nationalparks für den Amur Leoparden „Land of Leopards“ hat keine Einwände, obwohl Ökologen erwarten und berichten, dass die Amur Leoparden mit Anfang der Bauarbeiten das Naturschutzgebiet verlassen werden.
Höchstsachkundige Experten der RAN (Russischen Akademie der Wissenschaften, die Abteilung Fernost) sind der Meinung, dass der Bau verboten werden muss, und dass solch ein Gaswerk in diesem Gebiet unmöglich ist, da es große Risiken birgt:

  1. Dieses Gebiet ist seismisch gefährdet.
  2. Die der Öffentlichkeit präsentierten Angaben entsprechen nicht der zu erwartenden Umweltbelastungen und Risiken für das Gebiet.
  3. Umweltbelastungen für Wasserressourcen werden nicht berücksichtigt.
  4. Die zur geplanten Baustelle benachbarten Buchten und Meeresbusen bieten große Perspektiven für Aquakulturen.
  5. Das gesamte umliegende Gebiet im Bereich des geplanten Gaswerks ist als Erholungsgebiet von großer Bedeutung.

Der Protest  und die Auseinandersetzungen mit dem Thema müssen weitergehen. Ökologen und Juristen kämpfen weiter  gegen den Bau des Gaswerks in dieser einzigartigen Region von Primorskij Kraj, welche durch ihre Schönheit und biologische Vielfalt gekennzeichnet ist.“

Wir sehen, es geht in dieser Sache nicht ausschließlich um den Schutz von Amur Leopard und Amur Tiger sondern weit darüber hinaus mit bedenkenswerten negativen Einflüssen auf die ganze Region.

Hoffen wir das Beste für unsere pelzigen Freunde!

Mein Dank an Tatyana aus Wladiwostok, die unser Projekt hier so tatkräftig mit aktuellen Infos aus der Region versorgt!

 

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